Pressestimmen

2.9.2017 - OTZ

Langer Abend der Musik in Schöngleina lockt 300 Gäste

„Es ist ein Geschenk, dass sich Leute finden, die den ,Langen Abend der Musik‘ in ihrer Freizeit unterstützen, und dass es Künstler gibt, die bei uns auftreten und auf ihre Gage verzichten“, sagte Almut Elsässer, Mitorganisatorin der Veranstaltung, die in der Kirche Schöngleina ausgerichtet wurde. „Weil wir keinen Eintritt nehmen, haben auch Leute mit nicht so viel Geld die Möglichkeit, dabei zu sein. Das Konzept ist einfach toll. Die Veranstaltung ist un­gezwungen und hat Charme!“
Rundum gelungen sei der „Lange Abend der Musik“ gewesen, resümieren Almut Elsässer und ihr Mann, Pfarrer Stephan Elsässer. Etwa 300 Besucher seien gekommen. „Es war ein buntes Programm. Die beiden Syrer Ahmad Hilani und Ahmad Hajjar haben sehr berührende Musik gespielt. Die Jazzenden Lehrer begeisterten ebenfalls. Als Franziska Franz ihre Feuershow präsentierte, sangen alle gemeinsam ‚Dona nobis pacem‘. Toll! Das Dirk-Wasmund-Trio war ebenfalls spitze!“
Zum Auftakt des „Langen Abends“ präsentierte das von Gudrun Haefke gegründete Figurentheater „Anna-Sophia“ aus Halle das Märchen „Die Regentrude“. „Absolut gelungen. Die Künstlerin hat es sehr gut verstanden, die einzelnen Charaktere anzunehmen und die Geschichte kindgerecht zu erzählen“, sagte Kristin Georgy. Gemeinsam mit ihrer Tochter Clara Elodie (5) war die Schlöbenerin in Schöngleina zu Gast – übrigens das erste Mal.
Nach dem Figurentheater hatte der Gospelchor „black feet and white voices“ unter der Leitung von Almut Elsässer seinen Auftritt. Die Kirche war bestens gefüllt, der Chor lieferte eine tolle Vorstellung. Der Applaus war den Sängern sicher.
„Wir kommen seit Jahren zum ,Langen Abend der Musik‘“, sagte Armin Laetsch aus Hermsdorf. „Uns gefällt die Veranstaltung, und das Essen ist klasse“, ergänzte der 74-Jährige. Ähnlich formulierte es Ulrike Rochlitzer, die ebenfalls aus Hermsdorf kommt. „Ich bin gern hier dabei, weil ich mich freue, Leute zu treffen und ich die internationalen Speisen und die Musik sehr interessant finde.“ Gemeinsam mit ihrer vier Jahre alten Tochter Lovis war sie zu Gast.
Die Verpflegung und den ­Verkauf des Essens hatten, wie in den vergangenen Jahren, viele freiwillige Helfer übernommen. „Wir sind von Jahr zu Jahr ein richtiges Team geworden und können uns blind aufeinander verlassen. Jeder weiß, wo er mit anpacken kann. Elfi Triebe zum Beispiel stellt uns stets die Tische und Bänke zur Verfügung und schmückt die Kirche“, sagte Almut Elsässer.
Ute Flamich / 04.09.17

15.12.2016 - Glaube und Heimat

Singen mit Herz und Freude

Get on board“, kommt mit an Bord. Stimmgewaltig und mit viel Bewegung eröffnen die „black feet – white voices“ den Abend in der Jenaer Stadtkirche und laden die etwa zweihundert Zuhörer zu einer Reise durch die Weihnachtsgeschichte ein. Für die Sängerinnen und Sänger ist es das erste von drei Adventskonzerten und in diesem Jahr etwas ganz Besonderes. Der Gospelchor an der Jenaer Friedenskirche feiert 2016 sein 20-jähriges Bestehen. Almut Elsässer, Gemeindepädagogin im Kirchkreis Schöngleina-Isserstedt, Diplom-Sozialpädagogin im Kirchenkreis Eisenberg gründete den Chor im Rahmen ihres Freiwilligen Sozialen Jahres bei der Evangelischen Jugendarbeit in Jena. Aus dem „wilden Haufen“ der Anfangsjahre, wie sie sagt, sei ein richtiger Chor entstanden. Heute zählt er 30 mehrheitlich „weiße Stimmen“ – und doppelt so viele „schwarze Füße“, wenn man so will. Der Name „black feet – white voices“ sei mit einem Augenzwinkern zu verstehen, erklärt die Chorleiterin. „Wir verfügen vielleicht nicht über originale Gospel-Stimmen. Aber wir können aus unserem Gefühl heraus die Stücke zum Leben erwecken.“ Dass das dem Chor gelingt, zeigt der Abend in der Jenaer Stadtkirche: Das großartig vorgetragene „What child is this“ beeindruckt, das sanfte Wiegenlied „Lulilula“ „Lulla Lullay“ erfüllt das Kirchenschiff mit andächtiger Stille, bei „Go tell it on the mountain“ steht das Publikum, singt und klatscht begeistert mit.
„Geistliches und Gesang, das geht einfach gut zusammen“, weiß Almut Elsässer und strahlt. Die Lebensfreude, die vom Gospel ausgeht, übertrage sich bei Konzerten nicht selten auf das Publikum. Bis zu acht Auftritte absolviert der Chor im Jahr, oft singen die „black feet – white voices“ für den guten Zweck, für renovierungsbedürftige Kirchen, für Vereine oder für die Flüchtlingsarbeit der EKM. Die gute Energie, die an Konzertabenden freigesetzt wird, ist hart erarbeitet. Auf dem wöchentlichen Probenplan stehen anspruchsvolle Chorsätze, darunter bis zu achtstimmige Arrangements. Das Repertoire reicht von Gospel und Spiritual über Traditionals bis hin zum Popsong. Von einem Konzert kann jedoch nur ein Eindruck, ein Gefühl bleiben. Daher haben die „black feet – white voices“ sich und ihrem Publikum schon vor dem Fest ein Geschenk gemacht: Bereits im Januar hat der Chor eine Weihnachts-CD aufgenommen, die neben Gospels auch traditionelle westliche Lieder enthält. „Das Einsingen der CD war für den Chor eine einmalige Erfahrung, die uns noch enger zusammengebracht hat“, erinnert sich Chormitglied Benjamin Koch an die zwei winterlichen Produktionstage in der Kulturkirche in Löbstedt. „Way down to Bethlehem“ ist die dritte CD-Produktion des Chors und eine gelungene Momentaufnahme aus dem Jubiläumsjahr. Zwanzig Jahre, das sind zwei Jahrzehnte, in denen viel Arbeit und Herzblut stecken. „Damit ein Projekt über so lange Zeit Bestand hat, braucht es nicht nur singfreudige, sondern auch engagierte Menschen“, stellt Almut Elsässer fest. So sei es dem Einsatz von Kirchenmusikdirektor Martin Meier und Ralf Kleist, dem Öffentlichkeitsreferent der evangelischen Kirche Jena, zu verdanken, dass die Gospelsängerinnen und -sänger im Gemeindezentrum der evangelisch-lutherischen Kirchgemeinde Jena einen festen Probenraum finden konnten. Mit Vanessa Süß, einer Jazzbandsängerin aus Erfurt und der Sängerin und Gesangslehrerin Veronica Dietzsch aus Jena hat der Chor zudem zwei erfahrene Solistinnen. Veronika Dietzsch gib zudem regelmäßig Stimmbildungsunterricht für die Chormitglieder „ Es ist ein großes Geschenk, dass sie das regelmäßig ehrenamtlich macht und hat sehr zur Qualitätssteigerung des Chores beigetragen.“ (sag ich jetzt mal) Almut Elsässer selbst macht derzeit eine Chorleiterausbildung an der Musikhochschule Franz List in Weimar. Aber nicht nur der qualitative Anspruch habe zugenommen, meint Elsässer, auch der organisatorische Aufwand sei mit dem Chor gewachsen. Ein kleines Chor-Team koordiniert daher nun die Konzertplanung, die Pressearbeit und kümmert sich um die Mitgliedergewinnung. Letzteres ist in einer Studentenstadt wie Jena immer wieder ein Thema, selbst für einen etablierten Chor. Besonders Männerstimmen, hohe Sopran- und tiefe Altstimmen werden gesucht, auch im Hinblick auf die für 2018 geplante Gospelmesse, die der Chor zusammen mit der Kantorei der Friedenskirche auf die Beine stellen möchte. Mehr noch als Großprojekte wie dieses, ist es das gemeinsame Tun, das Almut Elsässer und ihren Chor antreibt. „Jeder einzelne singt mit soviel Herz und Freude, ob zu einem Konzert oder bei einer Probe“, schwärmt Almut Elsässer. „Das stimmt mich oft so euphorisch, dass ich am Abend gar nicht einschlafen kann.“ Ob schlaflos oder nicht: Nach dem Adventskonzert in der Jenaer Stadtkirche haben die Zuhörer der „black feet – white voices“ ganz sicher ein ähnliches Glücksgefühl mit in den Abend nehmen können.


Beatrix Heinrichs

24.5.2016 - TA Arnstadt - Gospelkonzert bringt Publikum zum Singen und Tanzen

Sie nennen sich leicht ironisch „schwarze Füße, weiße Stimmen“, haben aber zumindest mit der zweiten Hälfte Recht. Denn sie als Weiße und überdies Deutsche versuchten erst gar nicht, den Rhythmus und die emotionale Tiefe und Begeisterung der schwarzen Musik nachzuahmen. Und so klang das Gospelkonzert am Sonntag in der Arnstädter Oberkirche selbst in seinen afrikanisch angehauchten Liedern mehr nach Rachmaninov als nach Youssou n´Dour, Aretha Franklin oder Mahalia Jackson.
Eleganz der schönen Stimmen
Wenn man sich erst einmal an die fehlende Schwärze gewöhnt hatte, konnte man den Reichtum und die Eleganz der schönen Stimmen durchaus genießen, die in ihren besten Momenten sogar an Großmeister wie das Golden Gate Quartett oder Duke Ellington erinnerten. Oder eben an die erhebende russisch-orthodoxe Musik, die wie die Musik der Schwarzen, nur mit anderen Mitteln, unter die Haut geht.
Und so verstanden es die „Black feet white voices“ in ihrem Benefizkonzert zugunsten der Flüchtlingshilfe, das Publikum von Anfang an in ihren Bann zu ziehen. Das bedeutete nicht nur Mitklatschen von Beginn an, sondern weit darüber hinaus folgten die begeisterten Zuhörer den Animationen des Gospelchores. Da galt es manchmal, gesanglich den Chor zu unterstützen oder lautmalerisch den tropischen Regen in Afrika darzustellen. All diese Bitten seitens des Chores wurden so bereitwillig befolgt, dass die Jenaer ihrerseits mit Lob des Publikums nicht sparten.
Offenbar war dem Chor, nicht zuletzt durch seinen umjubelten Auftritt vor zwei Jahren, die hervorragende Akustik der Oberkirche noch im Gedächtnis. Und so nutzten die Gospelsänger dies aus, um auch den Klangraum der Oberkirche in ihr Konzert einzubeziehen.
Mehrmals wandelten sie im Kirchenraum an beiden Seiten des Publikums entlang. Hierdurch konnte man nicht nur die einzelnen schönen Stimmen noch hautnaher erleben, sondern auch wieder einmal die Oberkirche als einzigartigen Klangraum erfahren.
Zum Schluss wurden die Jenaer immer weltlicher und schreckten in einem reinen „Männerauftritt“ auch nicht vor launigen musikalischen Parodien zurück. Alles in allem war es ein besonderes und ungewöhnliches Konzert, das die Besucher, die zahlreich für den guten Zweck spendeten, zufrieden und beglückt nach der fast schon angenehmen Kühle der Oberkirche wieder in die schwülwarme Luft an diesem Sonntag entließ.
Klaus Ehring / 24.05.16 / TA

5.1.2016 - TLZ Jena - Mit Musik Menschen zusammenbringen

Acht- bis zehnstimmig, ohne Strom und Verstärker: Jenaer Gospelchor „Black Feet – White Voices“ wird dieses Jahr 20.
Jena. Es war das Jahr 1996: Almut Elsässer hatte kurz zuvor das Spezialgymnasium für Musik in Gera absolviert und erst einmal keine Lust darauf, ein Studium aufzunehmen. Sie bewarb sich für ein Freiwilliges Soziales Jahr bei der evangelischen Jugendarbeit in Jena und betreute das Projekt „Nistkasten“. Doch weil sie so völlig ohne Musik auch nicht sein konnte, begann sie bereits in jenem Jahr, zunächst mit Jugendlichen Gospels zu singen. Aus anfänglich eher sporadischem Singen entwickelte sich schnell ein richtiger Chor. In diesem Jahr wird der Jenaer Gospelchor „Black Feet – White Voices“ nun schon 20 Jahre alt.
Inzwischen ist der Chor längst auch über Jenas Stadtgrenzen hinaus bekannt und erfolgreich. Gesungen wird acht- bis zehnstimmig und doppelchörig. Und der Chor wird sogar von wahren Gospel-Legenden wie Deborah Woodson geschätzt, die sich im vergangenen Jahr den Chor zur Unterstützung für ein Konzert in Jena holte. „Das war für uns eine spannende Erfahrung“, sagt Almut Elsässer.
Doch vor dem Erfolg galt es, die Mühen der Ebene zu durchqueren. Bei einem Jugendkirchentag auf der Wartburg in Eisenach – der Chor war damals gerade mal ein Jahr alt – waren die Mitglieder zwar vollständig angereist, doch brachte niemand nicht den Mut auf, sich einem großen Publikum zu stellen. Man reiste unverrichteter Dinge – und unerkannt – wieder ab. Folgen gab es keine, niemand hatte offenbar bemerkt, dass ein Programmpunkt fehlte.
Der Jenaer Gospelchor, der aus etwa 30 Mitgliedern besteht, kommt ohne jegliche Begleitinstrumente aus. Allein mit der Kraft seiner Stimmen und einer unbändigen Begeisterung für diese Art der Musik gelingt es, große Konzertsäle ebenso wie kleine Kirchen zum Klingen und Schwingen zu bringen. Der Funke der Begeisterung springt auf das Publikum über. Man spürt bei jeder Sängerin und jedem Sänger, welche große Freude sie daran haben. Das kommt nicht zuletzt auch darin zum Ausdruck, dass sie sich selbst bei einigen Titeln mit einer Percussion – Händeklatschen und Geräuschen – begleiten. „Wir können überall singen, brauchen weder Strom noch Verstärker“, sagt Almut Elsässer.
Das Repertoire des Chores umfasst neben Gospels auch Spirituals und Traditionals. Hinzu kommen Arrangements von Popsongs sowie Ausflüge in die Weltmusik wie Jazz oder Musik aus Afrika. „Musik ist für uns ein wunderbares Medium, um Menschen zusammenzubringen“, sagt Almut Elsässer, die zudem betont, dass der Chor ohne die engagierte Mithilfe von Musikschaffenden und Musikinteressierten aus Jena nicht dort wäre, wo er heute ist.
„Wir haben Kirchenmusikdirektor Martin Meier und dem Sprecher der evangelischen Kirche Jena, Ralf Kleist, sehr viel zu verdanken. Die beiden haben es möglich gemacht, dass wir regelmäßig im Gemeindezentrum der evangelisch-lutherischen Kirchgemeinde proben können.“ Zuvor habe man lediglich Provisorien zum Proben gehabt wie beispielsweise das Gärtnerhaus auf dem Johannisfriedhof, einen Raum in der IGS „Grete Unrein“ oder einen Raum in der JG Stadtmitte. Meier und Kleist sowie der ehemalige Jenaer Superintendent Diethard Kamm hätten dem Chor große Unterstützung zuteil werden lassen.
Almut Elsässer hat als Chorleiterin ihre eigenen Solo-Ambitionen erst einmal hinten angestellt. Was sie sich als Dirigentin bisher autodidaktisch angeeignet hatte, das betreibt sie nun auch professionell: Sie absolviert eine Chorleiterausbildung an der Musikhochschule „Franz Liszt“ in Weimar. Musik machen zu können sieht sie als „Geschenk“ an, weshalb „Black Feet – White Voices“ sich auch für soziale Projekte engagieren und Benefizkonzerte geben. Auch einige CD gibt es bereits, die nächste wird am Wochenende 16./17. Januar in der Löbstedter Kirche eingesungen.
Doch warum der eigenartige Name „Schwarze Füße – Weiße Stimmen“? „Die Gospel-Musik liegt ist einst aus den Gesängen schwarzer Sklaven entstanden, die auf den Baumwollplantagen für ihre weißen Herren hart arbeiten mussten. ,Schwarze‘ Stimmen haben wie die echten Gospelsänger haben wir nicht. Aber hin und wieder schwarze Füße.“
Ein Herzenswunsch für das Jubiläumsjahr? „Zwei ganz tiefe Bässe.“ Almut Elsässer lacht: „Im Ernst: Gute Männer- und Frauenstimmen sind bei uns willkommen“, sagt sie. Die Proben finden einmal wöchentlich, donnerstags ab 19.45 Uhr im Gemeindezentrum, August-Bebel-Straße 17 statt. Außerdem geben wir nur sechs oder sieben Konzerte im Jahr, was bedeutet, dass wir familienfreundlich sind.“
Lioba Knipping / 05.01.16 / TLZ

16.12.2015 - Wir sind Chor der Woche bei Deutschlandradio Kultur

25.5.2014 - Konzert in der Oberkirche Arnstadt

Zu einem mitreißenden Benefizkonzert des Chores „black feet white voices“ (Jena) luden kürzlich das Marienstift und der Verein Oberkirche (beide Arnstadt) ein. Unter der Leitung von Almut Elsässer bot der Chor zu Herzen gehende Gospels, Spirituals und Traditionals.
Die rund zwanzig Sängerinnen und Sänger verzauberten mit ihrem A-Capella-Gesang das Publikum. Die dezent eingesetzte Percussion tat ihr Übriges, um die fast 200 Zuhörer zum Mitsingen und -klatschen zu bewegen. „Musik ist für uns ein wunderbares Medium, mit dem man Menschen zusammenbringen kann“, meint dazu Chorleiterin Almut Elsässer. Gerne helfe man als Chor mit, etwas auf die Beine zu stellen, habe zum Beispiel musikalisch schon für die Flüchtlingsarbeit der EKM oder die Sanierung alter Orgeln geworben.
Und auch der Auftritt in der Arnstädter Oberkirche verfolgte einen guten Zweck: Die eingenommenen Spenden in Höhe von 800 Euro kommen einem Hilfstransport zugute, der jährlich im Oktober Rollstühle, Rollatoren und Gehhilfen zu einer Selbsthilfegruppe Behinderter in Ploieşti (Rumänien) bringt.

Rainer Borsdorf von Internetseite des Kirchkreis Arnstadt

18. Mai 2014 Konzert in Graitschen

Am vergangenen Sonntag gab der Jenaer Gospelchor black feet white voices unter der Leitung von Almut Elsässer ein Konzert in der Kirche zu Graitschen. Einige Tage zuvor war der Lehmhof im nahegelegenen Tröbnitz abgebrannt, deshalb wurde das Konzert kurzfristig zu einem Benefizkonzert für den Wiederaufbau dieses Hofes umgewidmet. Das regnerische Wetter ließ bezüglich der Besucherzahlen mehrere Prognosen zu, aber letztlich trat die beste ein: Die Gäste strömten zahlreich, die Kirche war voll. Lag es am Chor, oder am besonderen Anlass, oder am Sonntag Kantate, der schließlich das Musizieren und Singen zum Thema hatte? Es werden wohl alle drei Gründe gewesen sein, die den Erfolg der Veranstaltung ausmachten. Die Musik erwies sich als Quelle der Hoffnung, Kraft und Solidarität. Das ließen selbstverständlich die Lieder spüren, aber auch Pfarrer Eckhard Waschnewski machte diese Gedanken in der Mitte des Konzertes zum Gegenstand einer kurzen Andacht. Danach folgte Teil 2, das Publikum war zufrieden und begeistert und entließ den Chor erst nach einer Zugabe. „Man merkt, dass es von Herzen kommt“, brachte eine Besucherin nach dem Konzert die Stimmung auf den Punkt. Damit war das Singen gemeint, aber irgendwie auch die Spendenbereitschaft, denn die ergab einen beachtlichen Erlös von 1370 Euro. Hinterher war selbstverständlich noch Gelegenheit, mit den drei Familien des Lehmhofes ins Gespräch zu kommen.

Jens Welscher Foto: Cornelia Merzyn

Fotos für Veröffentlichungen